Am Mittwoch, dem 30.10.2019, eröffnete Karl Baukuß ein letztes Mal die Sitzung des Gemeinderats. 1 Tag vor Halloween. Seine Rede „an das Parlament“ war schön formuliert. Dass er von den Elsnigkern nicht mehr in den Gemeinderat gewählt wurde, nahm er mit Fassung. Ich fand es schade, aber so ist das nun einmal.

Die Sitzung selbst verlief gewohnt entspannt. Anderes hatte ich aber auch nicht erwartet, zumal nicht alle Ratsmitglieder da waren.

Die Tagesordnung des Gemeinderats war auch nicht spektakulär, es ging u.a. um Reppichau, Trinum, Wulfen, Kleinpaschleben und Diebzig. Einige Reppichauer saßen mit im Publikum. Ihnen ging es in der Einwohnerfragestunde um eine äußerst fragwürdige Tierhaltung eines renitenten Einwohners. Wie sich später herausstellte, ist diese unzulässig und wird bald enden. Das „Happy End“ und die zufriedenen Gesichtern der Reppichauer könnte man als Höhepunkt der Sitzung bezeichnen.

Trinumer Wohngebiet ist Geschichte

Auf einem Acker bei Trinum existiert seit Jahren ein Wohnbaugebiet. Naja, nicht wirklich, das gibt es nur auf dem Papier. Dieses Papier hat der Gemeinderat nun aufgehoben. Das ist nicht tragisch, da es in Trinum – wie in vielen Ortschaften – noch einige Baulücken gibt. Wer hier her ziehen möchte, findet also noch Bauland.

Apropos Lücke: Die Position des Ortschaftsrates Trinum blieb nebulös. Keiner konnte sagen, wie er sich positioniert hat. Wahrscheinlich war er für die Aufhebung. Aber nichts Genaues weiß man nicht… Schwamm drüber.

Wulfener Jugendclub darf umziehen

Sehr erfreulich für Wulfen war die einstimmige Entscheidung, den Jugendclub von der alten Schule in die ehemalige Sportgaststätte umziehen zu lassen. Meiner Quelle zufolge könnte der Umzug schon im März 2020 vonstatten gehen. Das erste Geschenk zur 1.025-Jahr-Feier stand damit fest.

Kleinpaschleben darf umbauen

50.000 Euro bewilligte der Gemeinderat für den Umbau des Freizeitzentrums Kleinpaschleben. Konkret soll der Umzug der Arztpraxis mit diesem Geld ermöglicht werden, dafür zieht der Jugendclub Kleinpaschleben wohl ein paar Räume weiter. Und ein Fahrstuhl kommt. Mittelfristig soll dadurch die Attraktivität des Ortes erhalten werden, wie ich es verstand. Der Gemeinderat gab auch dafür einstimmig grünes Licht.

Diebzigs Feuerwehr wird unterstützt

Da die Wulfener Feuerwehr in diesem Jahr die vorgezogene Anschaffung eines gebrauchten Fahrzeuges abgelehnt hat, sollte eigentlich die Klietzener Feuerwehr beglückt werden. Doch dazu kam es nicht.

„2 Fliegen mit 1 Klappe“, so umschrieb es der Bürgermeister. Die Diebziger brauchen ein Fahrzeug mit Wassertank, weil deren Löschwasserversorgung mau und die umliegende Waldfläche groß ist. Gesagt – getan. Die Diebziger dürfen sich freuen, aber auch die Wulfener gehen absehbar nicht leer aus: 2021 sind sie wieder dran. Hoffentlich ist bis dahin ein akzeptables Angebot auf dem Markt.

Eine manchmal interessante, aber immer unspektakuläre Wahlperiode endete. Das ist gut so. Persönlich habe ich anregende Debatten zwischen den Fraktionen, vielfältige Anträge und unerwartete Wendungen vermisst. Die neue Wahlperiode könnte all dies bieten.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und werde, so oft es mir möglich ist, an der Sitzung des Gemeinderats teilnehmen und berichten.

MfG Merklein, Ortsbürgermeister Wulfen

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